iusNet Arbeitsrecht und Sozialversicherungsrecht

Schlulthess Logo

Fürsorgepflicht

Hat eine Bank ihren Angestellten im Kontext des US-Steuerstreits ausreichend geschützt?

Rechtsprechung
Privates Individualarbeitsrecht
Verhalten des leitenden Angestellten unterbricht den Kausalverlauf, weshalb die Arbeitgeberin nicht für das pflichtwidrige Verhalten einer ihrer Hilfspersonen haftet. Zudem waren weder das missbräuchliche Motiv der Kündigung noch die Voraussetzungen für den Auslagenersatz erstellt.
iusNet AR-SVR 19.09.2022

Homeoffice nach der Corona-Pandemie

Fachbeitrag
Privates Individualarbeitsrecht

Überblick über die wesentlichen Regelungspunkte

Auch nach der Corona-Pandemie, in welcher Homeoffice teilweise durch den Bundesrat angeordnet wurde, wird Homeoffice für zahlreiche Arbeitgeberinnen und ihre Mitarbeitenden ein fester Bestandteil des Berufsalltags bleiben. Vor diesem Hintergrund werden die Voraussetzungen von Homeoffice in Erinnerung gerufen, ein Blick auf den Umgang mit Homeoffice bei grenzüberschreitenden Arbeitsverhältnissen geworfen und eine summarische Checkliste der wesentlichen Regelungspunkte dargestellt.
Anina Kuoni
iusNet AR-SVR 26.07.2022

Relativierung der erhöhten Fürsorgepflicht für langjährige Arbeitnehmende

Rechtsprechung
Privates Individualarbeitsrecht
Das Bundesgericht relativiert seine "apodiktische" Rechtsprechung zur erhöhten Fürsorgepflicht von Arbeitgebenden betreffend ihre langjährigen Arbeitnehmenden. Es sei eine Gesamtwürdigung aller Umstände vorzunehmen, vorliegend die höhere leitende Tätigkeit des Arbeitnehmers.
iusNet AR-SVR 10.08.2021

Das Bundesstrafgericht verletzt seine Fürsorgepflicht, indem es die Kostengutsprache einer Richterin für Verfahrens- und Parteikosten ablehnt

Rechtsprechung
Öffentliches Personalrecht
Das Bundesverwaltungsgericht hatte die ablehnende Kostengutsprache des Bundesstrafgerichtes zu überprüfen, das die Übernahme von Verfahrens- und Parteikosten einer Bundesstrafrichterin ablehnte, die in den Medien zu Unrecht der Amtsgeheimnisverletzung beschuldigt und vom (damaligen) Bundesgerichtspräsidenten beleidigt worden war.
iusNet AR-SVR 23.04.2021

Sexuelle Belästigung im Arbeitsverhältnis

Rechtsprechung
Privates Individualarbeitsrecht
Das Bundesgericht stellte im vorliegenden Urteil fest, dass die Vorinstanz die Arbeitgeberin zu Recht zu einer Entschädigung aufgrund der Verletzung von Fürsorgepflichten nach Art. 328 OR im Zusammenhang mit Art. 3 GlG verpflichtet und dabei die Verfahrensgrundsätze nicht verletzt hat. Es spiele keine Rolle, dass die gesendeten Nachrichten keine sexuelle Konnotation aufweisen, wenn der Kontext, in dem der Austausch stattgefunden hat, ausreichend aussagekräftig ist.
iusNet AR-SVR 11.10.2019

Keine Umplatzierung wegen gesundheitlicher Beeinträchtigung möglich - ordentliche Kündigung

Rechtsprechung
Arbeitsschutzrecht
Privates Individualarbeitsrecht
Eine Arbeitgeberin ist dazu verpflichtet, die Gesundheit des Arbeitnehmers zu schützen und eine am Arbeitsplatz entstandene Gesundheitsbeeinträchtigung nicht zu verschlechtern. Wenn sie dies aber getan hat und für einen während Jahren gesundheitlich beeinträchtigten Mitarbeiter versucht hat, Alternativen zu suchen, ist die ordentliche Kündigung nicht missbräuchlich, wenn sie ausgesprochen wird, weil im Betrieb keine geeignete Tätigkeit gefunden werden kann.
iusNet AR-SVR 19.05.2019

Fürsorgepflicht der Arbeitgeberin bei betriebsinternen Konflikten

Rechtsprechung
Privates Individualarbeitsrecht
Aufgrund ihrer Fürsorgepflicht hat die Arbeitgeberin bei Konflikten zwischen Arbeitskollegen angemessene Massnahmen zum Schutz ihrer Persönlichkeit zu ergreifen. Genügen gutes Zureden und Abmahnen der Streitparteien nicht, muss die Arbeitgeberin zumutbare Lösungen bieten, wie beispielsweise eine Versetzung eines der Arbeitnehmer. Wird einem infolge körperlicher Auseinandersetzung verletzten Arbeitnehmer gekündigt, nachdem ihm signalisiert wurde, dass beide Streitparteien weiterbeschäftigt werden sollen und er um derartige Massnahmen gebeten hatte, liegt eine Rachekündigung vor. Dies gilt auch, wenn die Kündigung nicht unmittelbar nach der entsprechenden Bitte ausgesprochen wurde.
iusNet AR-SVR 21.03.2019

Stresshaftung im öffentlichen Personalrecht (A_4147/2016)

Rechtsprechung
Öffentliches Personalrecht
Fürsorgepflicht und krankmachende Arbeitsbedingungen im öffentlichen Personalrecht. Bei der Frage, ob das Unterlassen von erforderlichen Schutzmassnahmen aufgrund (des hier analog geltenden) Art. 328 OR widerrechtlich erfolgt sei, räumte des Gericht den Arbeitgebenden einen «nicht unerheblichen Beurteilungs- und Ermessensspielraum» ein. Eigenverantwortung der Angestellten.
iusNet AR-SVR 13.09.2017

Seiten